Werde bei uns Heilerziehungspfleger!


St. Lukas-Heim Papenburg

Fachschule für Heilerziehungspflege

St. Raphael

 


Was ist los?


26 neue Absolventen der

Fachschule für Heilerziehungspflege

 

Papenburg. Aufbrechen und ankommen: Dieses Motto hatte für die 26 Absolventen der Papenburger Fachschule für Heilerziehungspflege „St. Raphael“ eine ganz besondere Bedeutung. Denn die Hälfte ihrer dreijährigen Ausbildung erlernten sie die Basics eines vielfältigen Berufes unter Pandemiebedingungen. Für viele war es kein Abschied, denn ein Großteil wird weiterhin in der Einrichtung tätig sein.

 

Inklusionsprozesse begleiten

„Mit dem Abschluss in der Hand sind sie nun angekommen, aber nur für den Moment. Ich bin mir sicher, dass sie noch oft in ihrem Leben aufbrechen und ankommen werden“, sagte Heinz-Bernhard Mäsker während der Abschlussfeier mit Blick auf die zahlreichen Veränderungsprozesse, die immer wieder das Handeln in den Einrichtungen der Eingliederungshilfe begleiten. Dabei machte er deutlich, dass alle Absolventen mit dem Bestehen der Abschlussprüfung nun Fachkräfte der Behindertenhilfe und Sozialpsychiatrie seien, die künftig die Inklusionsprozesse sozialpädagogisch mitbegleiten und beeinflussen würden. Zudem erinnerte er auch an die bisherigen Wellen der Pandemie, die einen Großteil der Ausbildung veränderten und allen Beteiligten eine Menge abverlangten. „Letztes Jahr bei gesunkenen Inzidenzzahlen waren wir sehr zuversichtlich, dass Schlimmste hinter uns haben. Doch weit gefehlt“, so der Geschäftsführer. Im November begann nach seinen Worten eine extrem herausfordernde Zeit. Denn die Einrichtungen des zweiten Lebensbereiches, wie beispielsweise die Kindergärten, Tagesbildungsstätten und Werkstätten mussten aufgrund der gesetzlichen Corona-Regelungen schließen. „In der Praxis mussten sie in den Wohnbereichen kräftig mit anpacken, da es dort eine Rund-um-die-Uhr Betreuung und Versorgung sicherzustellen galt“.

 

Digitale Medien genutzt

Die theoretischen Inhalte des schulischen Teils der Ausbildung bestimmten zum großen Teil im Homeschooling und über digitale Medien mit den Dozenten und Klassenkameraden die Lernprozesse. „Sie mussten hochflexibel reagieren und oft auch improvisieren. Für diese ganz besonderen Herausforderungen und Erfolge gebührt ihnen großer Dank und Anerkennung“, so Mäsker.

 

Personelle Weichenstellungen

In der Fachschule wurden frühzeitig die Weichen für eine Nachfolge des langjährigen Leiters Volker Weihrauch eingeleitet, der im kommenden Jahr in den wohlverdienten Ruhestand gehen wird. Weihrauch brachte seine Freude zum Ausdruck, dass trotz der großen Herausforderungen eine gute Klassengemeinschaft und viele Freundschaften entstanden seien. „Das freut mich, denn Ausbildungsjahre sind auch ihre Lebensjahre, die im Rückblick positiv in Erinnerung bleiben sollten“, so Weihrauch. Derzeit wird Ursula Diedrichs, bisherige Psychologin aus dem Kinderhaus, in diese Funktion eingearbeitet. Feierlich verabschieden konnte die Einrichtung den langjährigen Dozenten Josef Ehl. Er unterrichtete viele Jahre das Fach Deutsch. Gestartet waren die Feierlichkeiten in der kirchlichen Einrichtung traditionell mit einem Gottesdienst, der von Pastor Gerrit Weusthoff geleitet wurde.

 

Ressourcenorientiert fördern

Für die Absolventen sprach Jonas Fokken. „Ich habe während meiner Ausbildung oft gelernt, dass ich mit den Bewohnern viel mehr gemeinsam habe“. Zudem wurde nach seiner Erkenntnis während der Ausbildung deutlich, dass nicht die Defizite, sondern der ressourcenorientierte Ansatz im Mittelpunkt stehe. An der musikalischen Umrahmung wirkten Karl-Heinz Kampeling, Jutta Jongebloed Frische und Ruth Tuschinski mit. Im Beisein der Eltern übergaben zum Ende der offiziellen Feier Mäsker, die Pädagogische Leiterin Sandra Schmidt und Schulleiter Volker Weihrauch die Zeugnisse an die Absolventen. Eingebunden war auch die Unterklasse, die sich mit weiteren Mitarbeitern der Hauswirtschaft um die Bewirtung kümmerte und den Absolventen selbstbemalte Glückssteine übergab.

 

26 Absolventen

Folgende Absolventen erhielten ihre Zeugnisse: Janneke Anscheit, Karina Bejfus, Karina Bluhm, Karina Boltjes, Bianca Düttmann, Jonas Fokken, Charlotte Frische, Corinna Gerdes, Marlene Gremme, Till Griepenburg, Christina Harms, Christian Hemptenmacher, Angelina Henzen, Ann-Christin Kloppenburg, Wiebke Junker, Torben Kaschel, Linda Läken, Anna Landwehr, Stefanie Lazuarus, Tobia Meyer, Hauke Oltrop, Dirk Schmees, Celine Schmitz, Laura Schule, Christina Sievers und Daniel Thien.

 

 


Sicherheit von Anfang an: 

Eindrucksvoller Begrüßungsgottesdienst für 27 künftige Heilerziehungspfleger

Papenburg. Zu den besonderen Ereignissen der Fachschule für Heilerziehungspflege „St. Raphael“ zählt jährlich neben dem feierlichen Abschluss auch die Begrüßung der „Neuen“. Mit 19 junge Frauen und 8 Männern wurde in der Papenburger St. Josef-Kirche ein Gottesdienst gefeiert, den der Geschäftsführer vom St. Lukas-Heim Heinz-Bernhard Mäsker, die Pädagogische Leiterin Sandra Schmidt und Schulleiter Volker Weihrauch begleiteten.

 

Die Oberklassenschüler hatten sich gemeinsam mit den Lehrkräften Almut Luiking und Jutta Jongebloed-Frische für die Gestaltung der Feierstunde in der St. Josef-Kirche einiges einfallen lassen. Zum Anlass passende Musik- und Wortbeiträge, aber auch die Gestaltung von kleinen Begrüßungsgeschenken gehörten dazu. Denn bereits im Vorfeld hatten sie Pinsel und Farbe in die Hände genommen, um kleine Bilder für die Ausbildungsstarter zu fertigen. Jeder der Schüler durfte sich ein Bild aus dem Altarraum nehmen: Das Besondere, der Name auf der Rückseite des Bildes zeigte nicht nur den Urheber, sondern zugleich auch den Paten für das erste Ausbildungsjahr. So können sie von den Erfahrungen ihrer Vorgänger profitieren und erhalten wichtige Zusammenhänge aus den vielen Teileinrichtungen mit den komplexen Strukturen vom St. Lukas-Heim. „Lassen sie sich auf die Menschen ein. Sie werden während ihrer Ausbildung viele kennenlernen“, appellierte Volker Weihrauch an die „Neuen“. Das sind nach seinen Worten auch die Mitarbeiter in den Gruppen, die Praxisanleiter sowie die Lehrerinnen und Lehrer, aber vor allem auch die Betreuten, Bewohner und Klienten. „Die sind es gewohnt, das Schüler zum Lernen in die Gruppen kommen. Meistens stehen sie dem sehr wohlwollend entgegen“, weiß Weihrauch zu berichten. Mit seinen Ausführungen wurde auch die enge Verzahnung von Schule und Praxis deutlich. Das ermögliche einen höheren praktischen Lernanteil in den Teilbereichen, als es die Ausbildungsverordnung vorsehe. Da viele der Lehrer ebenfalls aus den Einrichtungen stammen und so mit ihren Erfahrungen unterrichten können, werde dieser praxisnahe Anspruch zusätzlich untermauert. Mäsker begrüßte die Schüler auch als neue Mitarbeiter, denn sie seien mit dem Eintritt in die Ausbildung auch in eine starke Dienstgemeinschaft im St. Lukas-Heim aufgenommen worden, in der jeder Einzelne sich mit seinen Talenten und Erfahrungen stark einbringen könne. „Sie werden Erfolge genießen dürfen, eindrucksvolle Momente mit den Betreuten erleben, aber auch manchmal die ein oder andere Träne vergießen, weil sie vielleicht eine Situation nicht richtig eingeschätzt haben oder sie sich fragen, ob sie immer alles richtiggemacht haben? Aber er machte auch deutlich, dass sich die Einrichtung seit März diesen Jahres in einem neuen Zeitalter befinde. Vor einigen Wochen haben wir die Oberklasse als Abschlussjahrgang „Corona“ entlassen. Sie sind der Einstiegsjahrgang in das Corona-Zeitalter. Auch die künftigen Absolventen haben nach seinen Worten sehr gute Beschäftigungs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Denn der Bedarf nach Fachkräften sei ungebrochen hoch. Entsprechend ist in der Fachschule das Bewerbungsverfahren für das Schuljahr 2021/2022 angelaufen. Weitere Infos sind im Internet unter www.hep-papenburg.de abrufbar. 


Stimmungsvolle Abschlussfeier unter den Hygiene- und Schutzmaßnahmen der Corona-Pandemie? Geht das?

Wir konnten alle Absolventen und ihre Angehörigen in unserem wunderschönen Park begrüßen. Dort wurden den Absolventen im feierlichen Rahmen ihre Zeugnisse überreicht. Ein Tag, der sicher noch vielen in Erinnerung bleiben wird.